Gerade passt ein Strampler noch perfekt und schon ist er viel zu klein. Babys wachsen unglaublich schnell. Bis zum dritten Lebensjahr sind die Kleinen fast doppelt so groß und wiegen rund viermal mehr als bei der Geburt. Dabei wird das Wachstum von allem, was ein Baby im ersten Lebensjahr isst oder trinkt, beeinflusst.

Durch das schnelle Wachsen muss ein hoher Energie- und Nährstoffbedarf gedeckt werden. Der Bedarf ist vor allem von der Wachstumsgeschwindigkeit abhängig und kann daher phasenweise auch stark schwanken, da das Wachstum meist in Schüben verläuft. Der Energiebedarf im ersten Lebensjahr ist rund 3-4 mal so hoch wie bei einem Erwachsenen. Bei nicht-bedarfsgerechter Ernährung kann es zu Entwicklungsstörungen kommen. Um diese zu vermeiden, ist es wichtig die Entwicklungsperioden des Essverhaltens zu kennen.

Bis zum zweiten Lebensjahr gibt es drei verschiedene Essphasen: die Stillzeit, die Übergangszeit der Beikost und die Phase der kindgerechten Erwachsenenernährung.

In den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten ist ausschließliches Stillen oder eine Milchernährung durch Pre-Nahrung ausreichend. Dadurch bekommen die Kleinen alles, was sie für eine gesunde Entwicklung benötigen, da sie noch Nährstoffreserven aus dem Mutterleib haben. Diese Nährstoffreserven sind jedoch begrenzt, sodass beispielsweise der Eisenspeicher nach 4–6 Monaten weitgehend aufgebraucht ist. Gleichzeitig steigt aber der Bedarf an Eisen an.

Um diesen erhöhten Bedarf zu decken, sollte ab dem 5. bis 7. Lebensmonat die ersten Beikostmahlzeiten eingeführt werden. Die Beikost sollte dabei das Stillen keinesfalls ersetzen, sondern lediglich als Ergänzung zur optimalen Energie- und Nährstoffversorgung dienen und so zu einem gesunden Wachstum beitragen. Eine Variation der Beikostzutaten ist dabei ausdrücklich erwünscht. Gute Esser, die ein abwechslungsreiches und ausgewogenes Nahrungsangebot bekommen, können ihren Nährstoffbedarf nach und nach auch ohne Milch decken. So kann bei einer normalen Entwicklung ab dem 10. Lebensmonat schrittweise zur Familienkost übergegangen werden.

Wichtig ist dabei immer auf die Signale der Kleinen zu achten, denn jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich und in seinem eigenen Tempo. Der Beginn der Beikost sollte zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat liegen und sollte auf jeden Fall von der Essfähigkeit, dem Gedeihen und dem Interesse für Essen abhängig gemacht werden. Mehr Infos zur Beikostreife findest du in unserem Beitrag „Wann ist Dein Baby reif für Beikost?“.

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