Beikost ist ein heikles Thema. Es gibt sehr viele unterschiedliche Meinungen und Empfehlungen. Das kann schnell mal in Verunsicherung oder Stress enden und den Start zur Familienkost erschweren.

 

Aber was genau ist eigentlich Beikost?

Beikost ist all das, was ein Baby neben der Milchnahrung bekommt. Das kann verschiedenes Gemüse, Obst und Getreide in allen Zubereitungsformen sein. Bei der Einführung in die Beikost geht es erst einmal nur um das Kennenlernen der neuen Nahrung. Die Hautnahrungsquelle sollte immer noch zu jeder Mahlzeit Muttermilch oder Pre-Nahrung sein und nicht durch die Beikost ersetzt werden. Wichtig ist, bei der Einführung der Beikost schrittweise und langsam vorzugehen, damit sich der Magen und Darm an die neue Nahrung gewöhnen kann.

 

Dabei muss nicht unbedingt auf eine bestimmte Reihenfolge der Lebensmittel geachtet werden. Wichtig ist nur, dass die Lebensmittel für die Beikost geeignet sind. Auch die Uhrzeit der Beikostgabe kann individuell nach den Bedürfnissen der Kleinen angepasst werden. Schau einfach, wann dein Kleiner am meisten Lust hat, etwas Neues auszuprobieren. Die WHO beispielsweise empfiehlt ab dem 6. Monat 2-3 Mahlzeiten pro Tag anzubieten.

 

Für einen einfachen Übergang zum „normalen“ Essen sollte der Brei mit der Zeit immer stückiger werden. Beikost bedeutet aber nicht, dass nur Breimahlzeiten gefüttert werden. Sondern auch, dass Lebensmittel in allen Formen und Konsistenzen als Ergänzung kennengelernt werden. Am besten geht das, wenn schon ein paar Zähne vorhanden sind. Dafür eignet sich super gegartes Gemüse, Obststückchen oder Brot. Das fördert die Autonomie und die geschmackliche Vielfalt der Kleinen.

Brauche ich einen genauen Plan für die Einführung von Beikost?

Wer sich mit dem Thema Beikost beschäftigt, kommt an den traditionellen Fahrplänen und Breischemas nicht vorbei. Diese Pläne für die Einführung von Brei bis hin zur Familienkost sollten aber eher als eine allgemeine Empfehlung gesehen werden. Sie können super als Orientierung helfen und so Sicherheit vermitteln. Aber jedes Baby hat sein eigenes Tempo und daher sollten auch die Mahlzeiten flexibel angepasst werden.

 

Achte am besten auf Deine Intuition und die Bedürfnisse Deines Kleinen. Und versuche nicht strikt einen Plan durchzusetzen. Manchen Babys fällt es einfach schwer, sich an das Essen und die neuen Geschmäcker zu gewöhnen. So dauert es manchmal länger als die Beikostpläne suggerieren. Das Wichtigste ist, sich nicht stressen zu lassen und einen Weg zu finden, der für Euch als Familie funktioniert.

 

 

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