Alles, was Du zum Thema Abstillen wissen musst

Beim Thema Abstillen spalten sich die Geister:  Die einen sehnen den Tag herbei, die anderen werden ganz wehmütig. Für die eine Mama ist es ein Stück Freiheit, das sie zurück erhält, für die andere ist es ein Abschied. Fest steht: beides ist vollkommen in Ordnung. Vielleicht hat es mit dem Stillen bei Dir nicht geklappt oder Du hast Dich ganz bewusst dagegen entschieden? Auch in Ordnung! Allerdings spricht man in diesem Fall dann nicht vom Abstillen, sondern vom Entwöhnen der Flasche – das Prinzip ist das gleiche.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät mindestens sechs Monate voll zu stillen und dann mit der Beikost zu starten. Schlussendlich ist es aber so: Du entscheidest, wann es soweit sein soll. Hat dein Baby zu diesem Zeitpunkt noch nicht den vierten Lebensmonat vollendet, solltest Du von Brustmahlzeiten auf Flaschenmahlzeiten umstellen. Ist dein Baby älter als vier Monate und hat es die nötige „Beikostreife“, kannst Du nach und nach eine Stillmahlzeit durch den passenden Brei ersetzen. Bei dieser Methode spricht man vom „Allmählichen Abstillen“.

 

Wie stille ich ab?

Auch hier gilt es, entspannt zu bleiben. Dein Baby war es bisher gewohnt an deiner Brust zu trinken, deine Nähe zu spüren. Jede Umstellung ist ein Prozess und braucht Zeit. Gehe es nach Eurem individuellen Tempo an und ersetze nach und nach eine Mahlzeit. Zum einen muss sich dein Baby an feste Nahrung oder auch die Flasche gewöhnen, zum anderen braucht auch dein Körper Zeit, um sich auf die verminderte Nachfrage einzustellen. Beginne tendenziell mit einer Mahlzeit, bei der die Brust nicht prall mit Milch gefüllt ist, wie es bei vielen Mamas morgens der Fall ist. Hat dein Baby die Umstellung einer kompletten Mahlzeit akzeptiert, dann kannst Du die nächste angehen.

 

Tipps, die Dir das allmähliche Abstillen erleichtern können:

  • Wähle einen Zeitpunkt, der für Euch beide gut ist. Es heißt nicht umsonst Stillbeziehung und geht somit Euch beide etwas an. Zahnt dein Baby, macht es gerade einen Entwicklungsschub durch oder kränkelt es? Dann warte auf einen besseren Moment, er wird kommen.
  • Hol Dir den Papa, die Oma oder eine Freundin mit ins Boot– gerade nachts. Dein Baby riecht die Milch, oftmals lässt es sich vom Vater leichter ablenken oder beruhigen.

 

Falls es doch mal spannt

Alles beachtet, nichts überstürzt und trotzdem spannt die Brust? Streiche sie sanft aus. Allerdings nicht zu viel, Du willst die Milchbildung ja nicht weiter anregen. Alternativ helfen auch kalte Wickel, z.B. aus Quark. Wichtig: Beim Abstillen kann es hin und wieder zu einem sogenannten Milchstau kommen, aus dem sich eine Mastitis (Brustentzündung) entwickeln kann. Fühlst Du Dich kränklich und schlapp oder kommt vielleicht noch Fieber hinzu, dann solltest Du unbedingt einen Arzt aufsuchen. In der Regel hilft Dir auch deine Hebamme bei allen Fragen rund ums Abstillen weiter und kann Dich gut beraten.

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Suchbegriff eingeben und mit Eingabetaste bestätigen